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| 25.08.2021, Katrin & Martin |
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24.8. Immerhin waren die Regenlöcher so lange, dass das Regenzeugs halbwegs trocknete. Im Naturpark Gesäuse hatten wir das Glück eine dieser Regenpausen zu erwischen. Während eines kurzen Verpflegungsstopps in Hieflau kam sogar ganz kurz die Sonne raus. Über Großreifling und einem Teil des Salzatals flußaufwärts wechselten wir in Göstling/Ybbs auf den Ybbstalradweg. Auch die Landesgrenze zu Niederösterreich überquerten wir in diesem Abschnitt. Dem Ybbstalradweg folgten wir flußaufwärts bis nach Lunz am See. Als wir am Campingplatz ankamen, wurde nochmals die Wetter-App überprüft. Ab 19:00 sollte es zu regnen aufhören. Also dann nehmen wir einen Zeltplatz, wir schienen den Regen abgehängt zu haben. Wir suchten den besten Zeltplatz aus und waren gerade dabei die Zeltunterlage auszubreiten. Da fing es so richtig zu schütten an. Wir warteten ab und verzogen uns in das trockene Spielplatzhäuschen. Jetzt das Zelt aufzustellen wäre keine gute Idee gewesen, also warteten wir auf eine Regenpause. Einen Vorteil hatte es: wir sahen nun ganz genau wo sich das Regenwasser in der Wiese sammelte und konnten uns so das letzte noch halbwegs nicht-schwimmende Plätzchen aussuchen. Als der Regen nachließ, wurde alles für das Zeltaufstellen vorbereitet: die Zeltunterlage wurde vorbereitet, die Zeltstangen zusammengesteckt und die Heringe aufgelegt. 1-2-3, so schnell stand das Zelt noch nie. Kaum hatten wir alles in das Vorzelt verfrachtet, fing es auch schon wieder zu schütten an dass es eine Freude war. Mittlerweile hieß es, der Regen dauere bis 23Uhr an. Langsam drückte sich das Wasser unter unseren Isomatten durch- immerhin schlafen wir praktisch auf Luftmatratzen. Ob mich das beruhigen sollte? Während ich von meinem Bett zu Hause träumte und mich darüber ärgerte, dass man bei so einem Wetter überhaupt ans Zelten denken konnte, recherchierte Martin die Wetterentwicklungen für den nächsten Tag. Es sah soweit gut aus. Am übernächsten Tag sollte es allerdings wieder regnen. Wir überlegten, ob wir es vielleicht am nächsten Tag bis kurz vor Wien schaffen könnten. Martin, der Routenplanprofi machte einen ersten Routenvorschlag mit einer Länge von knappen 100km ausfindig. Das lag prinzipiell im Bereich des Möglichen. Ob das nun eine Option wäre, würden wir morgen entscheiden. 25.8. Das sollte unser letzter längerer Anstieg für die Tour gewesen sein. Wollen wir es hoffen. Der Pielach und der Mariazellerbahn folgten wir wieder abwärts, was uns wiederum eine schnelle Fahrt bescherte. Bei Weinburg wechselten wir für ein kurzes Stück auf den Traisentalradweg. Dann ging es quer durch das Hügelland. Durch Zufall entdeckten wir den Perschlingradweg, den wir auch noch bis Böheimkirchen mitnahmen. Von dort folgten wir dann der Wienerwaldradroute. Wir hatten an diesem Tag also 5 Radwege Österreichs zumindest zum Teil beradelt. Der aufgekommene Westwind blies uns bei Sonnenschein bis 30km vor Wien, nach Maria Anzbach, wo wir eine Übernachtungsmöglichkeit mit Schlüsselservice hatten. Wir kamen sogar noch rechtzeitig zur Öffnungszeit des lokalen Supermarktes an. Mit 105km war das die längste Etappe unserer Tour. Morgen liegt nur noch eine kurze Etappe nach Hause vor uns, die wir außerdem sehr gut kennen. Es ist nur noch der Rekawinklerberg zu bezwingen, dann geht es praktisch bergab nach Wien. Ein Klacks! Kilometerstand: 1023km
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