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7 - BERGWERTUNGEN  
27.07.2023, Katrin und Martin
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23.07.2023
Heute sind wir zu früh dran. Es ist 9:45 und der Supermarkt mit Café sperrt erst um 10:00Uhr auf. Kein Problem. Ich wollte sowieso noch in der alten Telefonzelle von Reykholár vorbei schauen. Diese wurde nämlich in einen Selbstbedienungsladen mit lokalen Produkten umfunktioniert: Tomaten und Gurken aus dem örtlichen Glashaus, Einkaufstaschen, die aus alten Stoffen genäht wurden und Blumendünger. Wir entscheiden uns für ein Glas Heidelbeermarmelade.

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So haben wir die Zeit bis zur Öffnung des Mini-Supermarktes gut überbrückt. Wir haben noch ein paar Schokoriegel eingekauft. Denn heute stehen zwei Berge an, die wir überradeln müssen. Dann geht es bei schwachem Nieselregen los.

 

Zuerst müssen wir die 14 Kilometer von gestern zurück in Richtung Hauptstraße 60. Dann gibt es wieder ein paar extra Kilometer, denn die Brücke über den Porskafjördur wird gerade erst gebaut. Auch die Straße um den Hjallaháls ist noch "under construction". Das heißt, wir müssen oben drüber. Die Schotterstraße ist gut und so strampeln wir uns gemächlich auf 336m hinauf, um sie dann auf der anderen Seite, wie üblich, in einem Bruchteil der Zeit wieder zu vernichten.

Kaum unten angekommen sehen wir schon die steile Straße auf den Ódrjúgsháls. Kurz aber schmerzvoll. Es ging zwar nur auf 160hm hinauf, das dafür aber auf einer kurzen und steilen Strecke.

 

So manche:r Wohnmobilfahrer:in schien auch beim Bergabfahren auf der Rumpelstrecke etwas Respekt vor der Steigung zu haben.
Wir haben es jedenfalls hinauf geschafft.

Nach der Abfahrt geht es noch in den Kollafjördur und der Straßenbelag änderte sich auf Asphalt. Wir beschließen die dritte Bergetappe auf den nächsten Tag zu verlegen und für heute einen Zeltplatz zu suchen.

Denn bis zum nächsten Campingplatz wären es noch einmal soviele Kilometer. In einer Schotterstraße zu einem Wanderweg finden wir wieder ein idyllisches Plätzchen neben einem Fluss und sogar mit einem eigenen Wasserfall.

24.07.2023
Heute sieht der Himmel etwas freundlicher aus. Ein blaues Loch zeigt sich in der Früh. Kurz nach dem Start geht es für uns über den  Klettshals.

 

Der ist knapp halb so steil wie der Berg von gestern, die Starße scheint uns beim Bergauffahren aber elendslang zu sein. Nachdem wir auch den hinter uns gelassen haben, kommt immer mehr die Sonne durch und wir radln bei Sonnenschein von Fjord zu Fjord. Auch die Sicht wird immer besser und wir bekommen einen ersten Eindruck von der zerklüfteten Küste der Wetsfjorde.

In Flokalundur ist Schluss für heute. Heute lassen wir den Kocher in der Tasche und statten stattdessen dem Restaurant hier einen Besuch ab. Dann geht es auf den Campingplatz. Die Sicht klart sogar soweit auf, dass wir von hier aus noch die Snaefellsnesshalbinsel sehen können. In der Nähe gibt es auch noch einen Hot Pot, den wir besuchen wollen. Auch diesmal warten wir bis etwa 23:30 Uhr um ihn aufzusuchen.

25.07.2023
In der Früh hören wir Regentropfen auf das Zelt platschen. Also wird der Wecker gekonnt ignoriert und wir beschließen erst dann aufzustehen, wenn es aufgehört hat zu regnen. Die Wettervorhersage sagt uns nämlich, dass es nicht lange dauern kann. Um 9Uhr hört es dann auf und wir beginnen zusammen zu packen. Das Porridge zum Frühstük lassen wir aus und machen uns nur ein paar Käsebrote. In dieser Zeit spricht uns einer der Zeltnachbarn an, ob wir ihre restliche Verpflegung bestehend aus Porrdige und Müsliriegel gebrauchen können, denn sie fliegen bald nach Hause. Das nehmen wir gerne an.

In ca. 6km soll es außerdem ein Café geben, wo man Waffeln bekommt. Das wird auch unser erster Stop.

Und zu den Waffeln gönne ich mir auch ein Paar Wollsocken. Die hat die Oma der Besitzerin gestrickt. Die Wolle kommt von den Schafen, die hier überall so herumgrasen.

Weiter geht es entlang der Küste.

Nach ca. 20km kommen wir wieder an einem Hot Pot vorbei Er liegt direkt am Meer. Es gibt alles: Umkleidekabinen, Duschen, ein kleines Swimmingpool und einen Hot Pot. Nur eine Familie aus der Schweiz ist da. Wir unterhalten uns sehr nett und wir alle genießen es, dass außer uns niemand hier ist.

Mein Besuch im schönen, warmen Wasser bleibt eher kurz, da wir heute eigentlcih bis nach Patreksfjördur kommen wollen. Die Hot Pots sind zwar meistens gratis zu benutzen, aber es wird um einen Unkostenbeitrag gebeten, um sie instand zu halten. Dazu kann man das Geld einfach in einen Briefkasten werfen, wenn niemand da ist. Das machen wir natürlich. Dann geht es für uns weiter. Wir müssen wieder über einen Berg um zum nächsten Fjord zu gelangen, den Kleifaheidi (404m).

Da heißt es wieder reinstrampeln. Nach der Abfahrt ging es dann flott nach Patreksfjördur, wo wir gleich zum Café weiterrollen.

Wir genehmigen uns ein Abendessen und dann geht es auf den Campingplatz.

Gesamtkilometerstand: 592 km

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