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| 24.07.2023, Katrin und Martin | ||
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20.07.2023 Per Klick auf die Fotos werden diese in einem separaten Fenster angezeigt Während des üblichen Prozederes, frühstücken und zusammenpacken, nutzen wir die Sonnenenergie, um unsere Fotoakkus aufzuladen. Dann geht es für uns von dem Bergsattel, wo wir übernachtet haben, wieder hinunter. Wie wir ja wissen, ist der erste Teil der Abfahrt immer ähnlich zur Auffahrt. Dementsprechend waren auch hier wieder steile, geröllige Stellen vorhanden, die lieber geschoben werden. Im Tal angekommen geht es entlang eines Flusses durch grüne Wiesen.Damit stehen auch wieder ein paar Flussüberquerungen am Programm. Die meisten können wir aber von Stein zu Stein trockenen Fußes überqueren oder sogar durchradln. Bei einer der Flussüberquerungen lacht uns das kristallklare Wasser so sehr im Sonnenschein an, dass wir beschließen uns rein zu hauen. Das ist defintiv kein Hot Pot! Gut abgekühlt geht es weiter bis an den Hvammsfjördur. Als wir auf die Hauptstraße zu fahren, fallen uns von weitem schon 3 Radelnde auf, die die Straße entlang kommen. Bis auf einen Tourenradler sind das die ersten Radelnde, denen wir bisher begegnen. Drei junge Stundenten aus Deutschland wollen ebenfalls zu den Westfjords. Sie haben heute die gleich Strecke wie wir. Auch sie wollen zum Gudrunarlaug-einem Hot Pot in dem Ort Laugar, wo sich auch ein Campingplatz befindet. Sie sind natürlich schneller als wir. Aber wir begegnen uns beim Einkaufsstop in Búdardalur vorerst wieder. Und auch am Campingplatz belegen wir mit einem weiteren Radler aus Japan einen Zeltplatz. Der Gudrunarlaug ist natürlich im wahrsten Sinne des Wortes heiß begehrt. Also warten wir einfach bis alle schon schlafen und genießen dann den wirklich heißen Hot Pot. An so etwas könnte ich mich gewöhnen. Nach einem anstrengenden Radltag ein Bad in einer heißen Quelle. Und das mit Aussicht. Einfach herrlich! Endlich hat es mit dem Hot Pot geklappt. 21.07.2023 Nach 58km machen wir in Á am Campingplatz Schluss für heute. Ein Campingplatz ganz nach unserem Geschmack. Offensichtlich wurde der Melkstall zum Waschraum umfunktioniert-alles etwas rustikal, aber funktionstüchtig. Ein älterer Mann, der Besitzer, schaut mit seinem Auto vorbei, um uns zu instruieren. Er spricht kein Englisch. Aber mit Norwegisch klappt es dann doch ganz gut. Wir sind die einzigen Gäste auf einer riesigen perfekten Zeltwiese. Oder ist es doch der Fußballplatz? Wahrscheinlich war es früher die Weide. Und:eine Waschmaschine gibt es auch. Die werfen wir nach einem Abendessen gleich einmal an. Das ist schon dringend nötig. Es ist sogar eine Wäscheleine gespannt, die wir auch gleich in Beschlag nehmen. Eine Dusche gibt es auch noch für uns. Und zur Draufgabe wird eine Herde Islandpferde vorbei an unserem Zeltplatz auf die nächste Weide getrieben. Wir hören das Rauschen des Flusses und alle heiligen Zeiten fährt vielleicht ein Auto vorbei. Sonst ist Stille und Vogelgezwitscher in allen möglichen Varianten. 22.07.2023 Von der Landschaft sehen wir wie gestern eher weniger, da der Nebel die Sicht einschränkt. Tatsächlich gibt es bei der Kreuzung mit der Hauptstraße 60 ein Café/Lokal. Nix wie hin. Es ist 12:30Uhr. Genau richtig für ein Mittagessen. Wir haben bereits wieder Hunger. Das Lokal scheint gechlossen, drinnen ist jedoch Licht. Also probiert Martin, ob tatsächlich zu ist. Ja, die Türe ist versperrt. Als eine Frau im Lokal sieht, dass wir hinein wollen, öffnet sie uns die Türe und meint, es sei eigentlich geschlossen. Wir könnten aber gerne die Toiletten aufsuchen wenn wir das bräuchten. Wir meinten, wir würden gerne etwas trinken und essen, ob das auch ginge. Ja, das könnte sie arrangieren. Na da haben wir aber Glück gehabt. Ein vegetarischer Burge und Fish & Chips stopfen unser Energieloch. Die Besitzerin erklärt uns, dass sie gerade erst das Gästehaus geöffnet hätten und wir ihre ersten Gäste seien. Etwas später kommt noch ein weiterer Gast dazu. Wie sich herausstellt, ist es der Besitzer des Landes rund um das Gästehaus. Er bewirtschaftet das Land in 5. Generation und erzählt uns, wie sich seit seiner Kindheit der Ort verändert hat und wie damals seine Großeltern den Hof betrieben haben. Wir erfuhren auch, wie die Schafe, die hier überall wild verstreut im Sommer auf den Bergen grasen, für den Winter wieder eingefangen werden. Es war sehr nett und interessant den Geschichten zu zuhören. Für uns geht es nun aber weitere 40km in den Ort Reykholár. Dazu müssen wir zuerst einen 1km langen Damm über den Breidafjördur überqueren, der die Grenze zu den Vestfirdir (Westfjorden) markiert. In Reykholár gibt es einen Supermarkt und einen Campingplatz. Leider liegt der Ort quasi in einer Sackgasse 14km von der Hauptstraße 60 entfernt. Und wenn wir morgen weiterfahren werden, dann müssen wir die 14km wieder zurückradeln. Naja. Die 14km sind ein typisches Küstenradln. Es geht ständig bergab und bergauf. Der Supermarkt im Ort ist tatsächlich noch geöffnet als wir ankommen. Es ist ein sehr liebevoll geführter Mini-Supermarkt mit dazugehörigem Café. Wir kaufen reichlich ein und Martin findet endlich auch eine passende Teetasse für sich. Wir essen noch eine Kleinigkeit und dann fahren wir zum Campingplatz gleich neben dem Schwimmbad. Hier in Island gibt es auf den Campingplätzen oft keine Duschen. Dann kann man in dem Schwimmbad für einen Unkostenbeitrag die Duschen benutzen. Da das Schwimmbad hier auch über zwei Warmwasserpools verfügt, entscheide ich mich dafür, diese zu nutzen und hocke mich noch ein Stunde ins warme Wasser. Sehr angenehm. Reykholár ist bekannt für seine geothermische Aktivität. Und vom Campingplatz aus sieht man aus der Wiese an einigen Stellen Dampf aufsteigen. Das wollen wir uns genauer ansehen. Nicht weit entfernt finden wir den Einireykir. Eine Austrittsquelle aus der 80-100°C heißes Wasser sprudelt. Faszinierend. Und kein Mensch ist hier. Wir probieren noch den isländischen Instant-Pudding aus, den man nicht kochen muss und beenden damit einen weiteren Radltag . Gesamtkilometerstand: 390 km
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