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15 - AM POLARKREIS  
03.09.2023, Katrin und Martin
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25.08.2023 Varmahlid-Holár
Heute gehen wir es ganz gemütlich an. Wir haben nur eine kurze Etappe vor uns. Wir wollen heute nur bis Holár fahren. Dort haben wir uns ein Zimmer für 2 Nächte gemietet, da es morgen im ganzen Land stark regnen soll. Aber heute ist hier noch richtiges Sommerwetter. Schon beim Frühstücken kommen wir ins Schwitzen. Vor der Abfahrt kaufen wir noch alles für die nächsten zwei Tage im hiesigen Supermarkt ein, denn in Holár gibt es keine Einkaufsmöglichkeit. Dafür gibt es dort angeblich ein Café.  Mit Rückenwind geht es flott die 76er entlang. Wir erreichen wieder die Küste und damit Ausblicke auf die Insel Drangey und die Küstenlandschaft.

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Heute ist wirklich Kurrzarm-T-Shirt-Wetter. Unsere Radkarte sagt uns, dass nach 20km ein Café kommen soll. Etwas Süßes könnten wir schon vertragen bei der "Hitze". Das Café entpuppt sich als Restaurant einer Lodge, das leider erst um 18 Uhr öffnet. Aber die Dame an der Rezeption ist so nett und verkauft uns kühle Getränke. "Heute ist der wärmste Tag des Sommers in Island" meint sie. Sie könne uns auch gerne unsere Wasserflaschen auffüllen. Nein, Wasser haben wir eh genug. Sie sagt uns auch, dass Holár ein sehr netter Ort sei. Na dann nichts wie hin. Wir zweigen nach weiteren 10km von der 76er in Richtung Holár ab. Jetzt haben wir ordentlichen Seitenwind, der uns in ein Tal hinein begleitet.

Nach weiteren 11km kommen wir in Holár an.

Zuerst beziehen wir unser geräumiges Zimmer, bevor es gleich einmal ins Café geht. Zwei junge Leute begrüßen uns dort. Sie haben heute hier ihren letzten Dienst der Saison im Café. Wir essen etwas und können dann sogar noch unsere Sachen in der Waschmaschine waschen und trocknen. Dann machen wir es uns im Zimmer gemütlich.

26.08.2023 Holár
Punkt 8:00 Uhr holen wir unsere Sachen aus dem Trockner, damit wir ihn nicht blockieren und hängen die Wäsche zum Resttrocknen im Freien auf. Noch regnet es nicht. War das vielleicht doch eine Fehleinschätzung des Wetterdienstes? Wir machen einen kurzen Spaziergang durch den örtlichen Wald, bis es zu nieseln beginnt.

Wir kehren im Cafe auf etwas Süßes ein und plaudern dort mit dem Betreiber. Jetzt fängt es richtig zum Regnen an und wir verziehen uns aufs Zimmer und schauen dem Gewaschel draußen zu.

Ja, es war wohl die richtige Entscheidung einen Pausentag einzuschieben.Der Tag wird genutzt, um Blog 14 fertigzustellen und hochzuladen, denn hier gibt es auch WLAN.

27.08.2023 Holár-Siglufjördur
Es ist noch recht bewölkt in der Früh als wir Holár verlassen.

Zurück auf der 76er geht es in den nächst größeren Ort Hofsós. Hier gibt es einen Supermarkt und ein Café. Das soll nach 22km Fahrt erreicht sein. Allerdings ist heute Sonntag und der Supermarkt geschlossen. Auch das Café öffnet erst um 12Uhr. Jetzt ist es 11:20. Hmmm... das sieht echt nett aus hier und wir könnten Energienachschub vertragen. Da warten wir doch die 40min und fahren noch eine Runde durch den Ort.

In dem netten Café gibt es ein Mittagessen für uns. Als wir Hofsós verlassen, ist auch die Sonne bereits herausgekommen. Auch heute haben wir Rückenwind und rollen flott die Küste entlang, wo wir der Insel Drangey und den benachbarten (Halb)inseln näher kommen und schließlich hinter uns lassen..

Nach 60km müssen wir entscheiden, ob wir über die Berge direkt nach Olafsfjördur fahren oder ob wir die Asphaltstraße an der Küste über Siglufjördur weiterfahren und durch drei Tunnels nach Olafsfjördur fahren. Wir überlegen hin und her und wiegen ab. Wenn wir durch die Berge fahren, dann müssen wir wild campieren. Auf der Karte sind einige Höfe eingezeichnet und daher kann die Zeltplatzsuche etwas schwierig ausfallen. Landschaftlich ist es sicherlich nett und die Lichtverschmutzung in den Bergen ist sicherlich auch geringer, womit Nordlichter besser sichtbar wären. Nordlichtmäßig ist allerdings nicht viel vorausgesagt und in der Nacht soll es sowieso bewölkt sein. In Siglufjördur gibt es jedenfalls einen Campingplatz, einen Supermarkt und ein Café. Dafür müssen wir auf dieser Strecke insgesamt vier Tunnels "bewältigen". Die Straße hier ist aber nicht viel befahren und wir sind ja Tunnel-erprobt von unserer Norwegentour. Das Wetter soll morgen auch eher bewölkt sein, also macht es auch nichts, wenn wir durch die Tunnelfahrten nichts sehen.Nachdem mittlerweile blauer Himmel ist, wir Rückenwind haben und morgen früh eventuell Regen angesagt ist, entscheiden wir uns für die Asphaltstraße. Bis Siglufjördur sind es noch 25km. Mittlerweile ist es 17Uhr. Wir rechnen mit zwei Stunden Fahrt, wenn es weiterhin so gut geht. Es geht dann doch mehr bergauf und bergab als erwartet. Das Wetter ist jedoch traumhaft und der Wind ist auch nicht gegen uns, also macht das gar nix.

Nach einem einspurigen Tunnel haben wir es in den veranschlagten zwei Stunden nach Siglufjördur geschafft.

Der Ort liegt in einem engen Fjord und sieht mit seinen bunten Häusern sehr nett aus.

Der Campingplatz liegt mitten am Hauptplatz. Der Besitzer ruft uns schon "Velkomin" zu, als wir gerade auf dem Hauptplatz eintreffen. Wir könnten uns aussuchen, ob wir hier zelten oder am Ende des Ortes bei der Lawinenverbauung. Er zählt uns auch gleich auf, was es hier so alles gibt. Hier hätten wir die Duschen, dafür ist es am anderen Platz ruhiger. Auf der anderen Seite der Straße könnten wir neben dem Blumenbeet ebenfalls unser Zelt aufstelle. Dort hätten wir sogar einen kleinen Wald, denn dort sind vier kleine "Bäume" gepflanzt. Ein Bankerl mit Tisch gibt es dort auch, wenn wir wollen. Die Bäckerei ist gleich ums Eck und dort drüben gibt es ein Hotel für einen Drink, oder hier ein Lokal zum Essen. Wir zahlen einfach mal eine Nacht und fahren dann zum anderen Campingplatz, um uns diesen anzusehen und zu entscheiden wo wir das Zelt aufstellen. Siglufjördur ist von hohen Bergen umgeben. Immer wieder gehen hier im Winter Lawinen ab und daher ist der Hang hinter dem Ort mit Lawinenverbauungen gesichert.

Erdwälle, die über dem Ort errichtet wurden, sollen Lawinen umleiten. Genau an so einem Wall liegt der zweite Campingplatz. Er ist in drei Terrassen angelegt und auch sehr nett. Wir entscheiden uns dann doch für den Platz im Ort. Bisher haben wir noch nie am Hauptplatz gezeltet und die Idee gefällt uns einfach. Außerdem haben wir es dann nicht weit in die Bäckerei zum Frühstück. Wir fahren also zurück und stellen unser Zelt neben dem Blumenbeet auf.

Dann essen wir noch eine Kleinigkeit im gelben Haus, schauen wo die Bäckerei ist und statten dem Harbour House, der örtlichen Hafenspelunke, noch einen Besuch für eine heiße Schokolade ab. Heute waren es dann doch knapp über 90km Geradel - sehr brav finden wir. Über Nacht werden noch unsere Vorder- und Rücklichter für die morgen anstehenden Tunnelfahrten aufgeladen.

28.08.2023 Siglufjördur-Dalvik
Heute ist nur eine kurze Tour bis Dalvik geplant. Das sind 33km. Wir packen gemütlich zusammen und machen uns auf den Weg zur Bäckerei. Als ich in der Früh mal aus dem Zelt musste, da zog schon der Geruch von frisch Gebackenem mit Zimt durch den Ort. Hmmm, da freute ich mich schon auf das Frühstück in der Bäckerei. Auf dem Weg quatscht uns ein Radfahrer aus Australien an und wir besprechen unsere Routen, Tipps und tauschen uns aus. Wir meinen, wir würden nun in die Bäckerei frühstücken gehen. Das wäre auch sein Weg, meint der Australier. Also setzen wir unsere Konversation beim Frühstück in der Bäckerei fort. Erst gegen Mittags verabschieden wir uns und machen uns auf den Weg nach Dalvik. Es geht durch zwei Tunnels mit 4km und 7km Länge nach Olafsfjördur und dann einem weiteren Tunnel nach Dalvik. Wir adjustieren unsere Tunnelausrüstung: Warngurt anlegen, Vorder- und Rücklicht anwerfen, Jacke überziehen und los geht's. Wie auch gestern ist nicht viel Verkehr. Es sind zwei zweispurige Tunnels und alle fahren sehr respektvoll an uns vorbei.

Gewöhnungbedürftig ist nur das laute, donnernde Geräusch wenn ein Auto im Tunnel unterwegs ist. Zwischen den beiden Tunnels machen wir an einem Rastplatz kurz Pause bevor es in den zweiten 7km langen Tunnel geht. Auch der ist kein Problem. In Olafsfjördur wollen wir das Café aufsuchen. Das hat aber noch geschlossen. Man merkt bereits, dass die Hauptsaison vorbei ist. Die Öffnungszeiten sind überall drastisch verkürzt und es ist wenig los. Darauf müssen wir uns noch einstellen. Auf einem Bankerl machen wir kurz Pause, bevor wir den letzten Tunnel in Angriff nehmen. Es ist ein einspuriger Tunnel. Unsere Richtung hat jedoch Vorfahrt. Das heißt, alle 100m ist für den Gegenverkehr eine Ausweiche eingerichtet. Das erste entgegenkommende Auto bleibt auch tatsächlich für uns brav in so einer Ausweiche stehen. Als wir vorbeifahren werden wir angefeuert und gefilmt. Lustig! Wir nutzen die Ausweichen auch des öfteren, um den Autos/LKWs hinter uns Platz zu machen. Auch der Tunnel war kein Problem.In Dalvik angekommen,schleifen wir uns beim Café mit der berühmten Fischsuppe ein. Diesen Tipp hat uns der Australier gegeben. Wir genehmigen uns also noch einen Teller Fischsuppe, bevor wir weiter auf den Campingplatz fahren. Der befindet sich gleich neben dem Sportzentrum. Dort gibt es natürlich auch ein Schwimmbad, dem ich nach dem Zeltaufbau gleich einen Besuch abstatte und mich ins 40-42°C Outdoor-Hot-Tub schmeiße. Die Schwimmbäder sind hier alle im Außenbereich angesiedelt. Die Geothermie macht es möglich. Und daher hat man meist einen super Blick auf die Umgebung, während man sich im heißen Wasser aufwärmt. Herrlich! Für mich ist das genial,weil ich nach einem Radltag beim Zeltaufbau immer so schnell auskühle und mir kalt wird. Da kommt das genau recht. Danach bin ich richtig aufgeheizt und wir gehen noch auf einen Imbiss in den Ort.

29.08.2023 Dalvik-Hrisey
Heute wollen wir mit der Fähre auf die Insel Hrisey fahren. Dazu müssen wir zur Fähranlegestelle 10km weiter. Die Fähre um 11:30 verpassen wir knapp. Da haben wir noch Zeit für Fotoshooting.

Wir nehmen dann die Fähre um 13:30. Die Fährüberfahrt dauert nur 20min.

Hrisey präsentiert sich uns gleich mit entzückenden Fischerhäuschen in der Hafeneinfahrt und mir gefällt es sofort hier.

Es ist ruhig und nicht viel los und sieht entzückend aus. Als erstes geht es zu den angeblich besten Fish'n Chips Islands und dann zum Campingplatz. Den finden wir auf Anhieb gar nicht, wissen aber, dass man sich beim Schiwmmbad dafür anmelden muss. Das Schwimmbad öffnet erst um 15Uhr und wir sind etwas zu früh dran, also setzen wir uns davor aufs Bankerl in die Sonne. Da kommt die Dame aus dem Schiwmmbad und sagt, wir könnten gerne schon reinkommen. Wir buchen einen Zeltplatz und sie erklärt uns, wo wir alles finden. Der Zeltplatz ist gleich gegenüber. Wir haben eine wunderbare Wiese mit Tisch und Bankerl ganz für uns. Und sogar unseren eigenen Badeabgang ins Meer mit nettem Ausblick.

Die Badetreppe werden wir wohl eher weniger nützen, dafür möchte ich am Nachmittag lieber das Outdoor Hot Tub des Schwimmbads besuchen. Wir radln eine Runde um die Insel, bevor der Nebel einfällt. Eigentlich wollten wir zum Leuchtturm, der war aber schon im Nebel versteckt, daher folgten wir dem markierten Weg "rot/gelb", der uns zu der tollen  Küste führte. 

Dann fahren wir zum Supermarkt, um das Notwendigste einzukaufen. Ich schaffe es auch noch in das Outdoor-Hot Tub des Schwimmbads, wo ich die Sonne im warmen Wasser genieße. Der Supermarkt hat hier auch eine Self-Service Station mit den wichtigsten Dingen und einer Kaffeemaschine. Das gefällt mir natürlich besonders und wir holen uns am Abend noch einen Snack daraus.

30.08.2023 Hrisey-Dalvik
Es ist wieder recht nettes Wetter. Wir packen zusammen, frühstücken und wollen dann den markierten Weg von gestern zu Fuß von der anderen Richtung erwandern. Es geht durch ein Wäldchen, an Heidelbeersträuchern vorbei und entlang der Küste bis zu dem Punkt, den wir gestern schon besucht hatten. Die Runde geht sich perfekt aus, sodass wir die Fähre um 15:00Uhr zurück nehmen können. Uns hat es hier auf der ruhigen Insel jedenfalls sehr gut gefallen.

Wir radeln die 10km wieder zurück nach Dalvik, besuchen den Supermarkt und das Café. Dann geht es wieder auf den Campingplatz. Hier kennen wir uns ja bereits aus.

31.08.2023 Dalvik-Grimsey
Heute ist um 6Uhr Tagwache-es ist neblig.

Um 9Uhr geht die Fähre auf die Insel Grimsey, da wollen wir natürlich pünktlich sein. Die Insel ist der nördlichste Punkt Islands und befindet sich am Polarkreis. Da müssen wir natürlich hin. Überpünktlich-wie kann es anders sein-sind wir an der Fähranlegestelle. Wir sind sogar früher als die Fährmannschaft da....die trifft 3min nach uns ein und wir können unsere Fahrräder schon einmal verstauen. Dafür bekommen wir ein Daumen hoch vom Fährpersonal. Angeblich kann man bei der Überfahrt Wale sehen. Es gibt natürlich innen Sitzgelegenheiten, aber wir wollen uns mit dem Feldstecher an Deck positionieren. Dementsprechend haben wir uns im Zwiebelprinzip Marke "Michelin-Männchen" alles angezogen, was wir haben. An Deck ist es durch den Fahrtwind immer besonders kalt, also kann das nix schaden. Kaum als die Fähre abgelegt hat, postieren wir uns an Deck und halten Ausschau.

Es dauert auch nicht lange, da machen wir kleinere und auch größere Wale mit unserem Feldstecher und auch mit freiem Auge ausfindig. Für den Fotoapparat sind die natürlich viel zu weit weg. Dass bereits Nebensaison ist, merken wir auch hier am Schiff. Ich glaube, wir sind 10 Passagiere an Bord.

Nach drei Stunden Fahrt erreichen wir den Hafen von Grimsey. Eine Dame im Isländerpulli mit Puffins drauf begrüßt uns. Sie hält ein Namensschild mit dem Namen von Martin hoch. Es ist die Besitzerin der Unterkunft, die wir hier für vier Tage gebucht haben. Sie wollte uns abholen, da das Haus 1km entfernt ist. Sie wusste ja nicht, dass wir mit dem Fahrrad kommen. Sie erklärt uns den Weg dorthin und welches Zimmer wir haben. Wenn es uns recht ist, dann gibt es das Frühstück um acht Uhr. Und wir bleiben vier Nächte? Ja, das tun wir! "Excellent!" Es dürften kaum Leute so lange bleiben wie wir. Was für eine nette Begrüßung finden wir jedenfalls! Wir wollen vorher aber gleich einmal etwas essen, da wir nichts gefrühstückt haben. Also geht es gleich einmal ins Lokal beim Hafen. Auch dort werden wir herzlich begrüßt und wir bestellen Fisch, die lokale Spezialität hier-logisch. Es dauert nicht lange, da kommen amerikanische und deutsche Gäste herein. Sie fragen uns, ob wir im Guesthouse übernachten. Ja, das tun wir. Ah, die ganz Insel weiß bereits darüber Bescheid, denn wir bleiben gleich vier Nächte und sowas spricht sich herum. Und wenn wir mit den Rädern hier angekommen sind, dann sind wir sowieso das Inselgespräch Nummer eins. Wir werden gleich instruiert, dass noch eine Dame im Guesthouse wohnt, die noch eine Nacht bleibt, und dass wir das größte aller Zimmer mit Blick auf den Sonnenuntergang bekommen. Obendrauf bekommen wir auch noch eine kurze Erklärung, was es hier zu sehen gibt. Wir essen wunderbaren Kabeljau und selbstgemachten Schokokuchen. Dann radeln wir ins Quartier. Es ist ein total gemütliches Gästehaus mit acht Zimmern, Gemeinschaftsküche und Gemeinschaftsbad. Aber alles wirklich liebevoll eingerichtet. Außer uns ist noch eine Dame hier. Nachdem wir uns installiert haben, plaudern wir sicherlich eine Stunde lang mit ihr in dem gemütlichen Wohnzimmer. Dann setzen wir uns auf die Terrasse und genießen den Blick aufs Meer bei einer Tasse Tee. Ein wunderbarer Ort, das steht fest. Die Papageitaucher/Puffins sind leider vor zwei Wochen bereits wieder abgeflogen. Das haben wir erwartet. Wir haben sie ja bei unserer Norwegentour schon gesehen und daher macht uns das nichts aus. Die gebratene Puffin-Brust, die es hier zu essen gibt haben wir natürlich, angesichts der überall sinkenden Populationszahlen, nicht bestellt.

01.09.2023 Grimsey
Wir frühstücken gemeinsam mit unserer Mitbewohnerin und beschließen dann, gemeinsam zu dem Polarkreis zu wandern. Der Polarkreis wandert über die Jahre ja immer weiter nordwärts. 2017 wurde daher in Grimsey eine mobile Markierung in Form einer Kugel auf der Insel installiert. Jedes Jahr wird sie an die aktuelle Position gesetzt.

Wir haben es also bis an den Polarkreis geschafft. Gerade noch rechtzeitig, denn um das Jahr 2047 wird der Polarkreis die Insel Grimsey und damit Island verlassen und erst in 20.000 Jahren wieder zurückkehren. So lange wollen wir dann doch nicht warten.

Hier machen wir für ein paar Tage Pause, werden gemütlich die Insel erkunden und einfach einmal nichts tun. Wir freuen uns jetzt auf ein paar Tage an demselben Ort zu sein. Die Insel Grimsey hier ist genau das Richtige dafür. Vielleicht gibt es ja sogar ein Nordlicht zu sehen.

 

Gesamtkilometerstand: 2453km

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