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| 26.08.2023, Katrin und Martin | ||
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17.08.2023 Selfoss Per Klick auf die Fotos werden diese in einem separaten Fenster angezeigt Wir suchen ein Café auf und dann die Bäckerei, wo ich den ersten Blog unserer Hochlanddurchquerung hochladen kann. Dann erledigen wir notwendige Einkäufe. Sogar ein neues Schneidbrett finden wir. Am späten Nachmittag geht es zurück ins Appartment, um die weitere Route zu planen. Das Wetter ist weiterhin ganz gut vorhergesagt. Der Plan ist in Richtung F35 - der Kjölur-Route zu fahren. Diese führt uns westlich der bereits von uns befahrenen Sprengisandur zwischen den Gletschern Hófsjökull und Langjökull wieder nordwärts. Die Kjölur-Route durchs Hochland führt auch an zwei Sehenswürdigkeiten vorbei - Hveravellir und Kerlingarfjöll. Alle 30-50km gibt es eine Hütte. Und bei den Sehenswürdigkeiten sogar Cafés. Das heißt, hier machen wir uns keine Sorgen, sollte das Wetter unerwarteterweise umschlagen.Danach werden wir spontan entscheiden wie es weitergeht. 18.08.2023 Selfoss - Faxi Wir radeln heute bei Gegenwind. Die erste Café-Möglichkeit ist leider geschlossen. Schade. Wir schnabulieren einen Müsliriegel am Parkplatz. Dann nichts wie weiter. In 10km soll die nächste Café-Einkehrmöglichkeit kommen. Das ist bei dem immer stärker werdenden Gegen- bzw. Seitenwind ein gutes Zwischenziel. In Borg machen wir einen ersten Zwischenstop beim Mini-Markt. Wir kaufen uns zwei Sandwiches und was zu trinken. Wir nutzen den kleinen Supermarkt auch, um noch unsere Schokoriegelvorräte aufzumotzen. Der Wind ist heute zwar stark, aber verhältnismäßig warm. Dann geht es wieder weiter; bis zum nächsten Café in Reykholt. Mittlerweile haben wir schon richtig Hunger, da kommt uns der Stop ganz gelegen. In der Tankstelle daneben gibt es die letzte Einkaufsmöglichkeit, die wir nutzen und hier sogar noch Früchtetee finden. Früchtetee ist hier scheinbar nicht so üblich und daher müssen wir zuschlagen, bevor unser Vorrat aufgebraucht ist. Bei unserer Weiterfahrt nach Faxi wird der Seitenwind so stark, dass wir aus Sicherheitsgründen auf den danebenliegenden Reitweg ausweichen. In Faxi geht es dann auf den Campingplatz, wo wir im Windschutz von einigen Wohnwägen unser Zelt aufstellen. Der Campingplatz liegt gleich neben dem Faxafoss- einem Wasserfall. Ein unerschrockener Fisch versucht, ihn springend zu überwinden. Er hat leider noch nicht herausgefunden, dass es daneben eine Fischtreppe gibt, die ihm das Leben einfacher machen würde. Hier neben dem Campingplatz finden wir auch folgende Konstruktion. Wozu wird das denn verwendet? Die Auflösung gibt es wieder am Ende des Blogs 19.08.2023 Faxi-Árbúdir Auf dem Weg haben wir sogar einen Blick auf den Geysir Strokkur, wie er in die Höhe schießt. Dort werden wir aber nicht vorbeischauen-wir haben ihn 2017 bereits besichtigt. Beim Café angekommen, gibt es eine heiße Schokolade, aber leider keinen Kuchen. Na gut, dann verlegen wir das Essen auf den Gullfoss- dort gibt es auch ein Café. Das letzte Stück bis zum Gullfoss müssen wir wieder auf der Hauptverkehrsroute zurücklegen. Ein Reisebus nach dem anderen überholt uns. Am Gullfoss angekommen, ist der Parkplatz richtig voll und der Shop natürlich auch. Das Café hingegen hat noch genug Platz für uns. Hier stärken wir uns für unsere Weiterfahrt. Der Verkehr hört praktisch mit dem Parkplatz auf. Danach herrscht auf derselben Straße nur noch ca.10% des Verkehrsaufkommens und es ist sehr angenehm zu radeln. Die Wolken haben sich auch langsam verzogen und es wird ein schöner Tag. Links neben uns taucht der Gletscher Langjökull auf, vor uns die Bergstraße, die wir hinauf müssen. Auf 650m geht es hinauf. Wir überqueren einen Fluss und das Gletscher Panorama wird mit jedem Kilometer immer besser. Dann haben wir noch 8km bis zur Árbúdir-Hütte zu radeln, wo es auch einen Zeltplatz und ein Café gibt. Von weitem sieht der Parkplatz von dem Café leer aus. Gibt es hier wirklkich ein Café? Bei der Abzweigung ist nichts derartiges angeschrieben. Als wir dann vor der Hütte stehen, steht da "Kaffi open". Super, da können wir unser Kochequipment in der Tasche lassen. Das Café ist total gemütlich. Die Zwei, die das Café betreiben und auch hier wohnen, sind total entspannt. Bei der Frage, wie lange sie denn das Café heute offen haben, meinen sie, das kommt auf die Leute an. Und auf die Frage, wo wir unser Zelt aufstellen können, meinen sie "wo immer ihr wollt. Direkt vor der Hütte, ist es windtechnisch wahrscheinlich am besten". Also schlagen wir hier unser Zelt auf und sitzen nach einer Dusche noch in der Sonne. Hier ist ein wunderschöner Platz, den wir genießen. Der Wind legt am Abend ordentlich zu. In der Hütte nebenan zieht noch ein Wanderpaar ein. Da sie zu viele Erdäpfel zum Essen gekocht haben, bekommen wir noch einen geschenkt. Hmmm- mit Butter und Salz. Martin startet am Abend noch ein Langzeit-Fotoreihe des Sonnenuntergangs über dem Langjökull. Um 1:46 Uhr wache ich auf, eigentlich um das Klo aufzusuchen. Ich hasse das, weil ich dann aus dem warmen, kuscheligen Schlafsack in die Kälte muss. Naja, Martin muss sowieso die Kamera holen, die bis 1:30 Uhr noch Fotos aufgenommen hat. Da kann ich ihm gleich helfen. Also nix wie raus. Der erste Blick geht natürlich, jetzt wo es wieder ziemlich dunkel in der Nacht wird, in den Himmel. Er wird auf mögliches Nordlicht abgesucht. Da ist glaub ich eines, ein ganz schwaches. In Martin-Katrin-Nordlichtfachjargon ist das ein Gedünstel, wenn überhaupt. Es sieht aus wie Schleierwolken, bewegt sich aber in eine ganz andere Richtung als die übrigen Wolken, daher hätte ich es als Nordlicht identifizert. "Geh bitte, das sind Wolken. Das kennen wir schon", Martins Antwort. "Mach einfach mal ein Foto, dann wissen wirs", sage ich. Und siehe da: ich hatte Recht. Am Foto sieht man es grün am Himmel leuchten. Ha, unser erstes Nordlicht, wenn auch nur am Foto wirklich erkennbar. Aber egal, es ist noch da und wir freuen uns darüber. Dann nichts wie zurück in den Schlafsack. 20.08.2023 Árbúdir - Gislaskáli Wir kämpfen uns bis zur Abzweigung nach Kerlingarfjöll, der ersten Sehenswürdigkeit an der F35, einem vulkanischem Gebirgszug, der wir einen Besuch abstatten wollen. Es geht hinauf und hinunter. Hier hat es bereits zugezogen und die Wolken hängen tief. Der Wind kommt jetzt immerhin eher von der Seite als von vorne. Kurz vor unserem Ziel taucht ein steiler Berganstieg auf. Müssen wir den wirklich noch hinauf-langsam reichts. Ja, ich glaube schon. Uff, na wenns sein muss. Kopf runter und einfach radln, es hilft ja nichts. In Kerlingarfjöll gibt es nämlich wieder einen Campingplatz, wo wir hinwollen..und ein Café. Motivation genug. Nach der ersten Kuppe aber der erlösende Blick-hier ist schon das Hotel mit Café und der Campingplatz. Wir müssen doch nicht den ganzen Berg hinauf. Glück gehabt. Das Hotel ist ganz neu und ziemlich stylisch. Wir gehen zur Rezeption und fragen nach einem Platz für unser Zelt. Wir müssten zuerst eine Online-Reservierung auf einer Internetseite machen und dort auch gleich bezahlen, dann können wir hier bleiben. Wie bitte? Na gut. Martin probiert es dreimal, aber es klappt nicht. Gibt es eine andere Möglichkeit? Nein. Wir können nicht bar bezahlen oder mit einer anderen Karte, wir müssen zuerst einen Platz über diese Internetseite reservieren. Das haben wir ja noch nie hier erlebt. Normalerweise sind die Campingplätze total unkompliziert hier. Na gut, hier können wir nicht bleiben, weil das Online-Reservieren nicht klappt. Also müssen wir wieder zurück radeln und zum nächsten Campingplatz. Bei der nächsten Hütte ca 5km von der Abzweigung nach Kerlingarfjöll soll auch ein Zeltplatz dabei sein. Also geht es zurück in den Gegenwind, aber wir sind motiviert. Am Rückweg überholt uns ein Motorradfahrer. Als er an mir vorbeifährt, sehe ich, wie ein Gepäckstück hinten schon ganz schief hängt. Ich fuchtel und schreie "Stop". Aber er hört mich nicht. Er denkt wohl, ich grüße ihn, denn er hupt und winkt zurück, als er vorne bei Martin vorbei fährt. Oje, ich hoffe, das geht gut. Cirka 2km später sehe ich schon, dass auf der Straße ein Motorrad steht und jemand am Boden irgendwas herumkramschtlt. Das ist der Motorradfahrer. Als wir bei ihm angekommen sind, fragen wir ob alles ok ist. Ja, es sei ihm nur das Zelt hinten heruntergefallen und hätte seine Bremse blockiert. Oje, sage ich, das ist genau das, was ich ihm singalisieren wollte. "Nein, wirklich, ich dachte: ach was für freundliche Personen, die mir da so zuwinken". Das Zelt ist jedenfalls kaputt. Aber dem Fahrer ist nichts passiert. Er nimmt es auch ganz locker. Jetzt muss er immerhin nicht mehr im Zelt schlafen, sondern hat einen Grund, sich ein Zimmer zu nehmen. Gut, das sonst nichts passiert ist. Wir radeln weiter. Bei aller Motivation habe ich anscheinend ein bissl zu wild geschaltet und wieder einen Kettenklemmer. Die Feder des Schaltwerks hat sich daraufhin wieder ausgehängt. Na super. Immerhin schleppen wir nicht umsonst das neue Schaltwerk seit ca- 1000km mit uns herum. Jetzt kommt es endlich zum Einsatz. Bis zur Hütte fahre ich noch so weiter, morgen tauschen wir es dann aus. Mittlerweile hat es auch zum Nieseln angefangen und der Wind macht das auch nicht gerade gemütlicher. Aber es ist nicht merh weit bis zur Hütte. Als wir bei der Hütte ankommen ist diese auch offen. Drinnen sitzt ein französisches Paar. Wir fragen, wie das hier funktioniert. Sie hätten einen Schlafplatz im Gemeinschaftsraum reserviert, ob wir auch reserviert hätten? "Nein, bei uns in der Karte sei eingezeichnet, dass man hier auch zelten kann und das wollen wir gerne machen". Bei dem Wetter? Wir könnten gerne in dem Gemeinschaftsraum schlafen. Die oberen Räume wären schon durch Arbeiter belegt, aber bei ihnen wäre noch Platz. Nein, das passt schon. Also bauen wir unser Zelt im Windschutz der Hütte auf. Im Vorraum der Hütte ist eine Geldbox montiert, dort können wir die Übernachtung bezahlen. Da es draußen noch immer ein bissl nieselt, nutzen wir die Küche der Hütte fürs Essen und plaudern noch mit dem französischen Paar. 21.08_2023 Galiskáli-Hveravellir Sonst sehen wir nicht viel von der Landschaft. Wir kämpfen uns auf der Waschbrettstraße mit Schlaglöchern Meter um Meter bergauf und bergab. Das erfordert unsere volle Aufmerksamkeit. Bergabfahren bekommt hier eine ganz neue Bedeutung. Wir müssen wirklich jeden Meter treten, rollen lassen ist heute nicht möglich. Aber irgendwann haben wir uns mit dem Wind abgefunden und es geht langsam, aber ganz gut voran. Es fängt dann immer wieder einmal kurz zum Nieseln an, ist aber wieder gleich vorbei. Irgendwann dann wird das Nieseln aber stärker und wir beschließen nun endlich doch das Regengewand anzuziehen. Gar nicht so einfach bei diesem Wind in die Jacke zu finden. So jetzt ist es uns jedenfalls wurscht, wenn die nächste Regenfahne daherkommt. Diese kommt bestimmt und geht auch nicht mehr weg. Na da haben wir uns zur genau richtigen Zeit für das Regengewand entschieden. Es ist ja eigentlich nur ein leichtes Spritzeln. Aber der Wind klatscht das so an uns, dass wir doch recht schnell an der windzugewandten Seite nass sind. Nach 25km erreichen wir endlich die Abzweigung nach Hveravellir. Dort angekommen: bloß schnell ins Café zum Aufwärmen. Wir besetzen den Tisch neben dem Heizkörper und bestellen eine heiße Schokolade und Waffeln. Wir checken gleich das Wetter für die nächsten Tage. Es sieht gut aus und wird wieder schön. Wir beschließen, morgen hier zu bleiben. Hveravellir ist ein geothermales Gebiet, wo man gut herumwandern kann. Das wollen wir uns morgen in Ruhe ansehen. Bei dem Wetter jetzt sieht man ja nix. Wir beschließen trotz des Regens das Zelt aufzustellen, denn morgen wird es ja wieder schön. Die Überwindung ist groß, aber wir machen uns wieder wetterfest und stellen das Zelt auf. Ich frage mich, warum wir nicht nach einem Zimmer gefragt haben... Martin meint: Na, wir proben jetzt einmal für den Ernstfall, falls wir wirklich einmal im Regen das Zelt aufstellen müssen. Als wir alles im Zelt verstaut haben, beziehen wir Quartier im Café. Wir bringen unsere Aufzeichnungen auf den aktuellen Stand und ich lade den Blog hoch. Es ist wirklich gemütlich hier. Die Lodge ist zur Zeit nur sehr spärlich besucht, zeitweise sind wir die einzigen Gäste. Das liegt sicher am Wetter. Irgendwann ist es dann Schlafenszeit. Der Regen hat aufgehört, es ist deutlich kälter geworden und der Wind bläst immer noch. Ich bin jedenfalls froh über meinen warmen Schlafsack. In der Nacht klart es dann auf. Nordlicht ist zwar keines zu sehen, aber der Sternenhimmel ist wunderschön. 22.08.2023 Hveravellir Der Wind hat nachgelassen. Wir verbringen den Tag damit, uns das geothermale Gebiet anzuschauen. Hier zischt, sprudelt und faucht es ganz ordentlich aus der Erde. Wir machen dann auch noch eine Wanderung zu einem Vulkankrater. 13km wandern wir durch Lavafelder. Nach der Wanderung gehen wir wieder ins Café. Der Parkplatz ist zwar ganz gut besucht, aber hier ist es leer. Wir plaudern mit der Angestellten. Sie sagt, ja es ist bereits Nebensaison. In der Hauptsaison wäre es sonst hier ziemlich voll. Na dan haben wir ja Glück. In der Nachmittagssonne gehe ich dann noch den Schlauch picken, den wir gestern in der Früh ausgetauscht haben. Hier gibt es natürlich auch einen Hot Pot. Leider habe ich es verabsäumt ihn gleich heute vormittag aufzusuchen, als noch niemand da war. Nach dem Abendessen war er dann von einer Reisegruppe besetzt. Da wollte ich mich dann auch nicht dazuquetschen. Martin macht noch ein paar Aufnahmen von den dampfenden Löchern im Abendlicht. Abendsonne kommt immer gut. 23.08.2023 Hveravellir-Áfangi Nach einer Dusche gibt es dann neben dem dampfenden, warmen Bach am Bankerl vom Zeltplatz ein Frühstück. Es ist richtig angenehm, denn es geht kein Wind. Dann packen wir alles zusammen und starten los. So ohne Wind ist das ein komplett anderes Radfahrgefühl. Heute ist großartige Sicht, auch wenn es bewölkt ist. Das Eis des Langjökull blitzt in der Ferne sogar ein bisschen blau. Die Gletscher lassen wir heute auf unserem Weg aber bereits hinter uns. Wir kommen gut voran und schon um 14Uhr erreichen wir nach 36km die Áfangi Hütte. Hier gibt es laut unserer Information auch Platz für Zelte, aber nur, wenn die Hütte besetzt ist. Es soll auch einen Hot Pool geben. Von weitem sehe ich das Schild zur Hütte, da ist sogar ein Kaffee-Häferl aufgezeichnet. Daneben steht groß "Opid" - "Offen". Na dann nichts wie hin. Wir haben zwar erst 36km am Tacho, aber den Hot Pool lasse ich mir doch nicht entgehen. Eine nette Frau heißt uns herzlich willkommen und erklärt uns alles. Ja, wir können hier unser Zelt aufstellen, wo wir wollen und die Küche und alles andere benutzen. Es gibt sogar einen gemütlichen Wohnraum mit Couch. Und das beste nach einem Radltag: das Hot Pool/Jacuzzi.Wir bekommen auch noch Kaffee und Kuchen bzw. Cola und Waffeln. Dann stellen wir in der Sonne unser Zelt auf. Dann geht's ins Jacuzzi. So lässt es sich jedenfalls campieren. 24.08.2023 Áfangi-Varmahlid Der Nebel hat es ganz schön eingewaschelt. Während des Zusammenpackens plaudern wir mit dem Besitzer der Hütte. Am Wochenende kommen noch einmal über 10 Gäste und dann in 2 Wochen ist Schafabtrieb "Réttir". Da werden 45 Personen in der Hütte sein. Der Schafabtrieb dauert ca. 1 Woche. 5 Personen auf Quads, 40 Personen zu Pferd und 25 Hunde werden ca. 22.000 Schafe von Hveravellir in nördliche Richtung ins Tal treiben. In alle anderen Himmelsrichtungen werden jeweils eigene Truppen die Schafe hinuntertreiben. Er zeigt uns genau, auf welchem Berg seine Route starten wird. Eine Woche lang von 5/6Uhr in der Früh bis ca. Mitternacht werden die Schafe zusammengetrieben. Letztes Jahr benötigten sie zwei Tage mehr, da es viel zu warm war und die Schafe keine Anstalten machten, die Berge verlassen zu wollen. Momentan sei er die ganze Zeit damit beschäftigt für diese Zeit und die vielen Leute Essen und Getränke zu bestellen und alles zu organisieren. Seine Frau wird dann für alle hier kochen. Na bumm! Daher also die riesen Töpfe in der Küche. Der Schafsabtrieb ist ein großes Event hier. Das haben wir schon öfter gelesen und gehört. Der Besitzer der Hütte fragt uns auch noch nach unserem weiteren Weg. Wir wollen die F756 über Maelifellsdalur fahren. Er bestätigt uns, dass dies die beste Wahl sei. Dort würden höchstens 5 Autos pro Tag fahren. Zum Schluss warnt er uns noch, dass es am Samstag im ganzen Land regnen soll. Ja, das haben wir bereits gesehen und wir planen für diesen Tag eine Pause mit einem festen Dach über dem Kopf. Wir bedanken uns für die Tipps, verabschieden uns und wünschen einen guten Schafabtrieb. Dann machen wir uns auf den Weg. Zuerst müssen wir über den Áfangfell. Von dort oben haben wir einen großartigen Blick über den See Blöndulón. Wir radln am Seeufer nordwärts auf der F35. Diese verlassen wir dann in östliche Richtung am Nordufer des Sees entlang. Es geht immer bergauf und bergab. Die Strasse ist super zu fahren und da kein Wind geht, kommen wir sehr flott voran. Es geht vorbei an einem kleinen See und immer wieder über kleine idyllische Bäche. Hier gäbe es wunderschöne Zeltplätze. Da es heute so gut zu radln geht, wollen wir schauen, ob wir es nicht die 76km bis nach Varmahlíd schaffen. Nach einem kurzen Anstieg fahren wir an einem Hang entlang bis wir zu einem Bergsattel rechts von uns kommen. Von nun an geht es bergab. Es geht in einem wunderschönen Bergeinschnitt neben einem Fluss mit viel grüner Wiese und grünem Sumpf talwärts. Schnell haben wir das Hochland verlassen. Im Tal angekommen sind es noch ca. 15km bis nach Varmahlíd. Wir sehen wieder das Meer und die charakteristische Insel Drangey. Varmahlíd haben wir am 9.8.2023 vor 700km zu unserer ersten Hochlanddurchquerung über die F26 verlassen. Es ist irgendwie nett, wieder an einen Ort zurück zu kommen, den wir bereits kennen. Wir reservieren in dem Hotel hier einen Tisch fürs Abendessen. Wir haben davor noch Zeit unser Zelt am selben Platz am Campingplatz aufzustellen. Dann genießen wir ein gutes Essen und stoßen auf unsere zwei Hochlanddurchquerungen an. Zum Abschluss gibt es dann noch ein Softeis für mich. Gesamtkilometerstand: 2239km
Auflösung des Rätsels:
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