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An unserem 7. Reisetag starten wir aus Nabburg- einer wunderbaren Altstadt. Und weil die so wunderbar ist, fahren wir eine Extrarunde um sie mit unserer Actioncam zu filmen. Deshalb begannen wir den Tag gleich mit einem kleinen Umweg. Etwas umständlich schlängeln wir uns entlang der Naab um den größeren Straßen auszuweichen. Auf die Autobahn A93 treffen wir allerdings einige Male und über- bzw unterkreuzen sie. Auch die Bahn ist unsere stetige Begleiterin und wir überqueren sie einige Male- und das auf eine für uns ungewohnte Art und Weise die allerdings erstaunlich gut funktioniert.
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| BOOOOOORING! |
Wir finden heute ist eindeutig der Tag der Umwege. Teils fahren wir kreuz und quer durch nördliche Oberpfälzer Wälder auf netten Wegerln, teils auf Forststraßen. Eher eben geht es dahin, nur ab und zu gibt es kleinere Anstiege zu bewältigen. Ich bin heute nicht in Höchstform und denke mir noch "so ein Ruhetag wär auch einmal an der Reihe". Bei einer unserer Müsliriegelpausen höre ich neben Schafgeblöke und Spechtgehämmer ein etwas entsetztes "SCH....". An der Stimmlage war mir sofort klar da muss etwas Gröberes vorgefallen sein. Martin entdeckte während er auf die Beendigung meiner Müsliesserei wartete, dass sein Rahmen einen bereits ziemlich großen Riss aufwies.
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| PARDAUZ! |
Es war schnell klar, dass hier sofort gehandelt werden sollte. Optionen gab es nicht viele: reparieren oder neu kaufen. Dazu mussten wir erst einmal im Nördlichen Oberpfälzerwald auf Suche nach einem gescheiten Fahrradgeschäft gehen. Dank Internet fanden wir heraus, dass angeblich in nur 20min Entfernung ein Bike-Shop sein sollte. Also nichts wie hin. Tatsächlich: ein Bike -Shop, und noch dazu ein ziemlich großer. Schon irgendwie ein Zufall. Nach einer längeren Entscheidungsfindung und Diskussionen darüber was nun am Gescheitesten wäre, wurde ein neues Fully angeschafft. Nein, kein E-Bike! Das Team von Rabe-Bike nahm sich Zeit sich unserem Problem anzunehmen und die Mechanikerin montierte so weit wie möglich das Zubehör vom alten auf das neue Rad.
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| Das neue Rad vor versammelter Mannschaft |
Leider ist es, da sich wie überall die Standardmaße geändert haben und wir noch auf alten "old school" 26" Rädern unterwegs waren, nicht möglich Komponenten wie Laufräder inkl. Nabendynamo einfach von dem alten Rad zu übernehmen. Das ist für uns natürlich blöd, da unsere Ausrüstung inklusive Werkzeug und Ersatzteile absolut optimiert auf diese Tour abgestimmt ist. Und so müssen wir nur noch mit 1 Nabendynamo zum Aufladen unserer technischen Ausrüstung auskommen.
Natürlich fiel uns der Abschied von dem alten Rad schwer, aber es wird in einigen Tagen von den Eltern abgeholt und nach Hause gebracht. Dort wartet es dann bis wir wieder zurück sind und Martin Zeit hat den Rahmen zu reparieren. Dies ist natürlich nur möglich, weil wir das Rad in der Zwischenzeit, bis es meine Eltern abholen, im Bike Shop dankenswerterweise zwischenlagern dürfen. Damit auch ich etwas zum Shoppen habe, schaffe ich mir einen neuen Tacho an. Und so verlassen wir das Geschäft auf einer Suche nach einer Unterkunft. Weiden scheint heute ziemlich ausgebucht und es dauert etwas länger bis wir eine Übernachtungsmöglichkeit gefunden haben. Hungrig nach diesem verflixten Tag sind wir dann noch in eine Pizzeria gleich beim Hotel zum Frustessen gegangen. Zunächst wurde auf das neue Bike mit Prosecco angestoßen und dann gabs einmal Pizza Hawaii und einmal Pizza Americana mit Pommes frittes und Hamburgerschnippseln oben drauf, eine interessante Kombination und genau das richtige für den heutigen Tag.
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| Zwei Fauxpas beim Italiener |
Das Fazit von heute: Hardtail vs Fully 1:0. Es muss fairerweise dazu gesagt werden, dass mein Hardtail weit nicht so intensiv genutzt wurde. Und rein aus Solidarität stellten wir auch beim Hardtail ein Problem des Vorderrades fest- leider erst nachdem wir den Bike-Shop verlassen hatten. Wir können also erst morgen feststellen ob wir dem Rabe Bike Team einen weiteren Besuch abstatten müssen oder nicht. Ein Nabendynamo muss in jedem Fall erhalten bleiben- spätestens für unseren Teil in Norwegen.
Ärgerlich ist das ganze schon aber aufgegeben wird nicht- jetzt erst recht!
Während ich ganz gut geschlafen habe, hat Martin sich schon ganz genau überlegt was an Ersatzteilen er nun wegen des neuen Rades nach Hause schicken kann und was für Werkzeug er nun für etwaige technische Probleme bei dem neuen Rad anschaffen muss. Immerhin: bei meinem Rad hatte sich nur der Schnellspanner etwas gelockert und so konnten wir nach einem ausgiebigen Frühstück wieder starten. Zuerst allerdings ging es in den Baumarkt um Spanngurte zu besorgen. Die Befestigung von Martin's Gepäckträger-Spezialanfertigung musste nun für das neue Rad adaptiert werden. Die Packspiele haben somit von neuem begonnen, da durch die neue Befestigung weniger Platz auf dem Gepäckträger ist. Nach einigen Versuchen haben wir alles verstaut und es konnte weitergehen. Weiter über Fahrradwege, teils eher mühsam grob geschotterte ging es Richtung Kemnath. Unterwegs trafen wir auf einen einheimischen Radler, der den selben Weg hatte, uns einiges über das Gebiet erzählte und uns bis in das Ortszentrum von Kemnath geleitete und uns einen Tipp für die Übernachtung gab. Da wir das Zimmer telefonisch reservieren konnten, aber erst in 1 Stunde übernehmen konnte da erst zu dieser Zeit aufgesperrt wurde (das wunderte mich schon), hatten wir Zeit uns in der Altstadt Kemnaths umzusehen.
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| Kemnath |
Als wir das Zimmer übernehmen wollten, wurden wir unfreundlich behandelt und auch die Räder konnten wir nicht wirklich wo einsperren. So entschieden wir uns eine andere Übernachtungsstätte zu suchen und fuhren noch weitere 5km nach Waldeck. Dort wurden wir und unsere Räder freundlich aufgenommen. Und billiger ist es obendrein..
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