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| 25.10.2019, katrin[at]lightriders[dot]info, martin[at]lightriders[dot]info | ||
| Unsere Route |
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Am Abend des 19.10.2019 hieß es "Zug fährt ab". Mit dem Nachtzug ging es für uns in Richtung Wien. Ich hätte es natürlich genial gefunden wieder mit dem Rad in Wien einzureiten. Die Motivation die Strecke der Hinfahrt großteils nochmals zu fahren, und das bei dem vorhergesagten, wechselhaften Wetter, hielt sich in Grenzen. So entschlossen wir uns mit dem Kreisschluss in Hamburg unser Abenteuer auf zwei Rädern zu beenden und uns den restlichen Weg chauffieren zu lassen- und zwar von der Bahn. Die Zeit bei Enno und Mark war ein wunderschöner Abschluss. Wir hatten es wirklich gemütlich und nett. Wie es sich gehört, radelten wir bei Regen zum Bahnhof. Enno und Mark begleiteten und verabschiedeten uns. Sie sorgten mit einer kleinen Flasche Schamponade dafür, dass wir zwei auf unserer Heimfahrt nochmals auf unsere Tour anstoßen konnten. Die zwei denken wirklich an alles! 15 Stunden später rollten wir in Wien am Hauptbahnhof ein. Mit unseren Fahrrädern hatten wir auf unserer „23° Nordwärts Tour“ für die Strecke Wien-Hamburg nicht ganz drei Wochen benötigt. Jetzt wurde unsere Reise nach Hamburg in einer einzigen Nacht sozusagen rückwärts abgespult. Auch unsere braven Packpferdchen haben die Bahnreise wohlbehalten überstanden. Das Empfangskomitee, das uns am Bahnsteig erwartete, hatte keine Kosten und Mühen gescheut, um uns zu Hause willkommen zu heißen. Ein letztes Mal wurden die Packtaschen auf den Rädern fixiert und wir radelten an einem ruhigen Sonntagmittag durch die nebelige Stadt rund 7km nach Hause. Irgendwie ein komisches Gefühl. Einerseits so vertraut, aber andererseits war es so irreal, dass wir wieder hier waren. Auf den Straßen ging es sehr ruhig zu, das war angenehm für uns. Wir konnten gemütlich dahin radeln, uns die Gebäude anschauen und uns bewusst machen, dass wir wieder in unserer Heimatstadt waren. Ob ich das jetzt gut fand oder nicht, kann ich nicht sagen. An einer Ampel sprach uns ein Stadtradler an, dass wir so aussehen als ob wir heute noch einen weiten Weg vor uns hätten. "Nein, heute nicht mehr- wir kommen nach Hause". Ja von wo denn? "Vom Nordkap". Ja, das ist ja arg. Dann eine gute Heimreise. Momentan sind wir daran unsere Sachen zu sortieren und Klarschiff zu machen, Familie und Freunde treffen, Räder und Ausrüstung versorgen, Abrechnung machen, An- und Abmeldungen durchzuführen, Foto- und Videomaterial zu verarbeiten. Da bleibt momentan wenig Zeit, sich mit der Fülle an Bildern im Kopf zu beschäftigen. Die erste Nacht habe ich wie ein Stein geschlafen. Daheim ist halt daheim. Obwohl ich sagen muss: ich habe mich an jedem Ort, an dem wir übernachtet haben, zu Hause gefühlt. Für diesen einen Moment war dieser Ort mein zu Hause, auf der ganzen Reise habe ich mich kein einziges Mal irgendwo unwohl gefühlt. Gesamtkilometerstand: 8890km
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