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| 31.7.2019, katrin[at]lightriders[dot]info, martin[at]lightriders[dot]info | ||
| Unsere Route |
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24.7.2019 Entprechend unseres Kartenmaterials endete der Karrenweg. Allerdings konnte man am Sjøvatnet an dem festen Sand/Schotterstrand entlang fahren und wie wir bereits angenommen hatten, erreichten wir so den zweiten "Karrenweg". Auch dieser dürfte schon länger nicht mehr benutzt worden sein. Denoch war es ein netter Waldweg. Unerwarteterweise kamen uns auch drei MountainbikerInnen im Vollgastempo entgegen. Fahrbar musste der Weg also sein. In unsere Richtung mussten wir zwar drei Mal absteigen und schieben, aber sonst war alles fahrbar und wir gelangten schon bald auf eine Forststrasse. Ab hier ging es dann natürlich deutlich flotter weiter. Heute war es bewölkt und hin und wieder genossen wir leichten Nieselregen. Da kein Wind ging, waren unsere sechsbeinigen "Freunde" wieder sehr aufgeweckt und hinter uns her. Wir vermieden es also tunlichst stehen zu bleiben. Um zirka 17:00 kamen wir in Gibostad an- genau richtig für eine Pizza. Nachdem wir uns in dem Vertshuset gestärkt und im Supermarkt für das Frühstück am nächsten Tag gesorgt hatten, radelten wir durch einen kurzen Regenschauer auf der Hauptstrasse zurück nach Fjordbotn. Am Ende hatten wir immerhin 46,8km am Tacho stehen und auch dem südöstlichen Teil der Insel Senja einen Besuch abgestattet. 25.7.2019 Die Wolken bedingte Abkühlung half uns enorm beim Anstieg auf dem Rückweg da wir deutlich weniger von Bremsen gequält wurden, anscheinend brauchen sie die Wärme um aktiv zu werden. Na umso besser für uns. Nächster Stopp auf dem Weg nach Laukvik war Botnhamn wo wir den lokalen Supermarkt ansteuerten, genauer gesagt die damit assoziierte Kaffeebar um Erdbeerkuchen (Katrin) und ein Dobbelburgermeny (Martin) nachzutanken. Danach wurde noch fürs Abendessen eingekauft. Nun ging es bis ans Ende der Strasse und damit an den nordöstlichsten, erreichbaren Punkt der Insel Senja- nach Laukvik- weiter. Martin hat sich ein raffiniertes Täuschungsmanöver ausgedacht und versucht die norwegische Airforce auszutricksen. Am Ende der Straße gab es wieder einen netten Sandstrand. Von hier hatte man auch einen schönen Ausblick auf Kvaløya. Diese Insel ist uns durch unsere zahlreichen Nordlichturlaube wohlbekannt und wir freuen uns schon darauf unsere Tour endlich auf bekanntem Terrain fortzusetzen. Auf dem Weg zurück sahen wir, wie auch in Namsos, verdächtige Rückenflossen im Meer auftauchen. Wir verdächtigen derzeit entweder Delphine oder Schweinswale als Urheber. Für ein Foto waren die Tiere leider viel zu weit entfernt, hier hat sich aber unser Feldstecher ausgezahlt. 26.7.2019 Dort besorgten wir uns einerseits Zubehör für unser heutiges Abendessen und andererseits einen süßen Nachmittagsimbiss. Anschließend machten wir uns auf den Weg nach Sandvika, einem wunderschönen, langen Strand an dem wir unser Zeltlager für heute aufschlugen. Nachdem alles im Zelt verstaut war, schwangen wir den Kochlöffel. Heute gab es Fusilli mit Sauerrahmshrimpssauce und Cherryparadeisern. Es war vorzüglich und das erste Mal, dass wir etwas Abwechslung in unseren Speiseplan brachten. Eigentlich sollten sich laut Wettervorhersage die Wolken noch lichten- aber das schien bis zu den Wolken noch nicht durchgedrungen zu sein. Wir genossen noch eine schokoladige Nachspeise und überlegten uns was wir morgen machen sollten. Wir wollten hier einige Tage verbringen. Nachdem wir die nette Einladung von Jons Frau gerne annehmen wollten, sendeten wir unsere Zusage per SMS ab. Nachdem der Plan für den nächsten Tag ausgearbeitet war machten wir uns bettfertig und beim Zähneputzen schaute auch noch Familie Rentier vorbei um am Strand nach dem Rechten zu sehen. 27.7.2019 Als wir in Buvikvoll über die Hügel an die Küste gelangten, öffnete sich der Nebel und es bot sich uns eine spektaktuläre Wolkenstimmung über dem Meer mit strahlend blauem Himmel. Den Weg nach Eidkjosen kennen wir gut, da wir nun an drei unserer bisherigen Urlaubsunterkünfte vorbeiradeln werden. Weit sind wir allerdings nicht gekommen, da ich bei einem Lavvo-Café natürlich einkehren musste. Wir bekamen dort frisch gekochten Kaffee (auf offenem Feuer) und frische Waffeln serviert- eine Einführung in die samische Geschichte und Sprache inklusive. Ein handgemachter samischer Kaffeebeutel musste mit auf unsere Reise und Martin bekam einen Schlüsselanhänger damit er seinen Fahrradschlossschlüssel nicht immer suchen muss. Nach dieser netten Kaffeepause ging es bei tollstem Wetter weiter. Wir kamen bei den Petroglyphen von Straumhella und dem Freilichtmuseum eines alten Bauerngehöfts vorbei . Nach knappen 35km sahen wir zum ersten Mal in weiter Ferne die Eismeerkathedrale, das Wahrzeichen von Tromsø. Kaum zu fassen: wir sind wirklich bis hierher geradelt. Mit einem breiten Grinsen ging es nun weitere 18km nach Eidkjosen und zu meinem lokalen Lieblingssupermarkt. Dort angekommen gingen wir in das zum Supermarkt gehörende Imbisseck und bestellten uns Lapskaus. Während wir unsere leeren Bäuche vollschlugen, überprüften wir unsere Mails um zu sehen ob wir eine Antwort von Jons Familie erhalten hatten- Fehlanzeige. Wir überlegten, was wir nun tun sollten, ob wir anrufen oder es dann einfach gut sein lassen sollten da wir nicht unangekündigt auftauchen wollten. Dann würden wir einfach wieder zurück in Richtung Sommarøy radeln und unterwegs zelten. Als wir so überlegten und unser Blick durch das Lokal wanderte, trauten wir unsere Augen nicht, aber dort stand doch tatsächlich Jons Frau. Das kann doch kein Zufall sein. Wir begrüßten uns wieder und erhielten sogleich nochmals die Einladung für heute abend die wir gerne annahmen- unsere Nachrichten sind anscheinend irgendwo im Datennirvana steckengeblieben. Wir schnurchtelten noch im Supermarkt herum wo wir wirklich alles fanden was wir suchten: unsere liebsten Haferflocken für das morgendliche Porridge, Knas Knas (Schokokugeln mit Keksfüllung) und meine Favoriten aus der Fruchtgummiabteilung: Søte Rakkere- die ich bisher nur zweimal erstehen konnte. Wir besorgten auch noch ein kleines Dankeschön für die Einladung und dann ging es zu Jons Familie wo wir herzlich willkommen geheissen wurden. Wir durften eine Dusche genießen und hier übernachten- es wurde extra ein Zimmner für uns hergerichtet. Wir wurden noch mit einem köstlichen Dessert verwöhnt und hatten einen sehr netten Abend zusammen. 28.7.2019 Abgesehen davon war der Forstweg gut zu befahren. Am Einstieg zu dem Wanderweg ließen wir unsere Räder zurück und wurden noch von einer Gruppe junger Leute auf unsere Fahnen angesprochen und durften von unserer Tour erzählen. Danach ging es für uns auf den 790m hohen Stor Kjølen. Es war ein Wanderweg ganz nach meinem Geschmack: nicht zu steil, abwechslungsreiches Terrain und ohne Absturzgefahr. Schnee hatten wir auch noch etwas auf dem Weg zum Gipfel. Oben angekommen genossen wir die Aussicht auf die Insel Tromsø und die Umgebung bei dem wolkenlosen, blauen Himmel. Angesichts des kühlen Nordwindes verweilten wir allerdings nicht allzu lange und nach einer kurzen Foto- und Essenspause ging es wieder hinunter zu den Rädern. Mit unseren Drahteseln war es dann eine flotte Abfahrt auf der Forststraße und bevor wir zu unserem heutigen Quartier abbogen, begegneten wir mitten auf der Hauptstraße auch noch einigen Rentieren die gemütlich auf dem Grünstreifen der Fahrbahn Gras futterten. Von Jon und seiner Frau wurden wir heute mit selbst gefischtem, frischen Fisch (Köhler/Seelachs) zum Abendessen verwöhnt. Auch an diesem Abend genossen wir die nette Gesellschaft und vergaßen, auch angesichts der Tatsache dass es noch immer nicht richtig finster wurde, die Zeit. 29.7.2019 Die Route zurück nach Sommarøy führt uns nicht wieder entlang der Malangen-Küste sondern entlang des Nordfjords. Auch diese Strecke kennen wir bereits aus unseren Winterurlauben und bei dem abermals tollem Sonnenscheinwetter genießen wir die Strecke vom Fahrradsattel aus. Wir sind ganz erstaunt darüber wie anders doch die Landschaft in ihrem Sommerkleid wirkt: grüne Bäume, Blumen und Wiesen in Kombination mit dem türkisblauen Wasser des Fjords und dem Bergpanorama. Der Plan war unser Zelt wieder am Strand Sandvika aufzustellen. Zuvor radelten wir aber noch die 5km nach Sommarøy weiter um Fotos von der Insel Håja zu machen. Diese Insel diente übrigens dem Architekten der Eismeerkathedrale als Inspirationsquelle. Nachdem wir das erledigt und unser Zeltlager aufgeschlagen hatten, wollte Martin heute einmal endlich ein Zeitraffer des Sonnenunter- und -aufgangs machen. Die Sonne geht zwar mittlerweiler wieder unter aber bereits nach kurzer Zeit auch wieder auf. Gut ausgerüstet mit warmer Bekleidung und jeder Menge Fotoausrüstung stiegen wir also noch auf den Ørnfløya. Martin installierte seine Fotoausrüstung ... ..und wir beobachteten den Sonnenuntergang über Sommarøy... ...und Håja. Bis zum Sonnenaufgang dauerte es dann doch länger als erwartet, da ein Berg die Sicht versperrte. Als die Sonne über den Berg kroch beschloss ich um 3:00 meinen Beobachtungsplatz in meinen Schlafsack zu verlegen. Zurück am Zeltplatz war auch bereits hier unten die aufgehende Sonne zu sehen. 30.7.2019 Den sonningen Tag verbrachten wir, abgesehen von einem Kurzbesuch im Café von Sommarøy, hier am Strand in Sandvika. Gesamtkilometerstand: 5792km
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