3- WIR SIND STARTKLAR
23.3.2019, katrin[at]lightriders[dot]info
Unsere Route

Es ist für uns kaum zu glauben... endlich ist es soweit und unsere Radreise 23° Nordwärts beginnt pünktlich zum Equinox am 21.3.2019 kurz vor Mittag. Das Datum haben wir natürlich nicht rein zufällig gewählt. Als Nordlichtfans darf ein gewisser Bezug zum Nordlicht auch beim Start nicht fehlen. Zu den Equinoktien- also den Tagundnachtgleichen- soll die Nordlichtaktivität begünstigt sein. Das bringt uns freilich auf unseren Breiten natürlich nichts, aber das Wetter hat unsere Entscheidung bestätigt. Bei frühlingshaften Temperaturen und Sonnenschein geht es ab Wien los. Ein Selfie am Ring darf natürlich nicht fehlen

Selfie am Ring vorm Burgtheater

Schon ein komisches Gefühl. Unsere Tour führt uns auf unserer bekannten Teststrecke entlang des Donaukanals und am rechten Donauufer entlang bis Greifenstein. Noch fühlt es sich so an als wären wir auf einer normalen Wochenendtour unterwegs.

Wir haben grünes Licht für unsere Tour

Es rollt hervorragend und bei Greifenstein entscheiden wir uns kurzfristig doch auf das linke Donauufer zu wechseln. Wie es sich nach der Überfahrt über das Kraftwerk herausstellt- eine glückliche Entscheidung. Uns begegnen zufällig zwei bekannte Gesichter. Was für ein toller Einstand für unsere Tour. Der Moment wird natürlich festgehalten

Zufallsbegegnung beim Kraftwerk Greifenstein (Foto:Sissy)

und voller Freude über diese Begegnung geht es für uns weiter bis Tulln, wo wir abermals das Donauufer wechseln. Die nächste Überraschung läßt an diesem wunderbaren Tag nicht lange auf sich warten. Kurz nach Zwentendorf werden wir mit einer Labestation von meinen Eltern überrascht.  

Verpflegungsservice bei Zwentendorf

Und kurzfristig entscheiden sie sich für uns unser erstes Quartier auszusuchen und noch mit uns den Abend zu verbringen. Was für ein Service! Und so brauchen wir nach den ersten 89km nur unser Zimmer beziehen und den ersten Abend beim Heurigen zu viert ausklingen lassen. Dass unser Freundes- und Familienkreis uns derart unterstützt und auch einfach mit dabei ist, sei es dass sie unseren Blog hier verfolgen, uns gute Wünsche, Sonnenschein und Schutzengel mit auf die Reise geben oder einfach an uns denken, das ist ein wunderbares Gefühl das wir schätzen und das uns motiviert. Und so geht unser erster Tag zu Ende. 

 Auch der zweite Tag bringt Sonnenschein. Bis wir allerdings startklar sind dauert es doch etwas. Die Packordnung wird von neuem festgelegt- ich bin davon überzeugt dass das nicht der Letztstand sein wird. Lebhafter Ostwind- man sieht es an den Schaumkronen auf der Donau. Für uns ein Glück- wir haben Rückenwind. Wer öfter am Donauradweg unterwegs ist weiß, dass der Wind üblicherweise aus der Gegenrichtung kommt egal in welche Richtung man fährt. Wir nehmen das als gutes Zeichen und rollen bei beginnender Marillenblüte durch die Wachau.

Durch die beginnende Marillenblüte der Wachau

Es ist noch sehr zeitig - die Donauradwegsaison hat noch nicht begonnen. Nur sehr vereinzelt begegnen uns Radwanderer. Einmal am linken, dann wieder am rechten Donauufer geht es immer weiter, wir lassen die Wachau hinter uns und rasten nach Pöchlarn mit Blick auf den Ötscher. Bei Persenbeug wechseln wir wieder das Ufer und schlängeln uns zu unsere Überraschung kurz nach Ybbs auf einem wunderbaren Abschnitt nach Hößgang danach geht es eher unspektakulär aber flott nach Wallsee wo wir abermals das Donauufer auf die linke Seite wechseln. Bei wunderbarer Nachmittagssonne überqueren wir die Landesgrenze nach Oberösterreich und nach 110km beschließen wir unseren zweiten Tag der Reise bei einem Abendessen ausklingen zu lasssen. Die Wetteraussichten sind weiterhin frühlingshaft mild und wir hoffen natürlich das es weiterhin so gut rollt. Dass es mit der beinahe ebenen Rollerei allerdings ein Ende haben wird, das wissen wir- spätestens dann wenn wir den Donauradweg verlassen. Wer sich nun fragt warum wir eigentlich westwärts fahren und nicht von Anfang an schnurstracks nach Norden: zum Einrollen ist der gut ausgebaute und beschilderte und fast ebene Donauradweg einfach ideal.

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