| Übersicht | ᐅ |
|
||
| 08.07.2023, Katrin | ||
| Live-Tracking (Hinweis: auf "Alle Tracks anzeigen" klicken) |
|
Es ist endlich wieder so weit! Durch einen Klick auf die Fotos werden diese in einem extra Fenster geöffnet Ins Land der Elfen, Feen, Zwerge und Trolle. Dort wo die Erde immer in Bewegung ist und die eurasische und nordamerikanische Platte jedes Jahr um 2cm weiter auseinanderdriften. Es geht nach Island! Und das knappe 3 Monate lang. Einfach geil! Und dass auf Island die Erde immer in Bewegung ist, wird uns momentan sehr deutlich gezeigt. Es rumpelt ganz schön auf der Halbinsel Reykjanes, auf der sich der Flughafen Keflavik befindet. Seit dem 4. Juli wurden in dem Gebiet um den Fagradalsfjall mehr als 7000 Erdbeben registriert. In den Jahren 2021 und 2022 kam es nach derartigen seismischen Aktivitäten jeweils zu einem Vulkanausbruch. Auf der Seite des isländischen metereologischen Büros kann man die Datenlage genau verfolgen. Für uns ist das natürlich wichtig, da wir mit Vulkanausbruch natürlich jenen des Eyjafjallajökull verbinden, der damals mehrere Wochen den Flugverkehr lahmgelegt hatte. Bei den Ausbrüchen des Fagradalsfjall war das nicht der Fall. Aber ganz entspannt bin ich natürlich nicht. Uns bleibt da ja jetzt eh nichts anderes übrig als abzuwarten und einfach zu hoffen, dass wir gut auf die Insel kommen. In diesem Fall wäre eine Anfahrt mit der Fähre, wie ursprünglich auch geplant, natürlich etwas entspannter. Aber die Entscheidung fiel aus mehreren Gründen auf das Flugzeug. Und so ist es jetzt. Also heißt es für uns: Daumen drücken und die letzten Vorbereitungen treffen. Da gibt es bekanntlich immer jede Menge zu tun. Das Fahrrad Einen neuen Lenker gibt‘s auch, der mir mehr Platz für Lenkertasche-, Licht-, GoPro- und Tachomontage verschafft. Und dickere Reifen wurden auch gleich aufgezogen; für mehr Grip. Nachdem lange nicht klar war, ob ich alleine unterwegs sein werde, habe ich auch gleich noch größere Packtaschen besorgt. Die Stromversorgung unterwegs Nachdem der erste Feldversuch in Italien nicht den Erwartungen entsprach, wurde eine Testreihe mit unterschiedlichen Solarpanelen und Ladereglern für die beste Ladeleistung des neuen Akkus gestartet, den wir dann zum Aufladen von unseren elektronischen Geräten verwenden können. Alles wurde minutiösest berechnet: die Leistung der Ladespannung in Abhängigkeit des Amperestundenverbrauchs der Endgeräte unter Berücksichtiung der maximalen Leistung des Akkus. Oder so ähnlich... Ehrlich gesagt: ich verstehe nur Bahnhof, trotz der unsagbaren Geduld meines Schwagers mir erneut zu erklären was hier wovon abhängt und was hier das sogenannte Nadelöhr ist. Ich habe mir jedenfalls gemerkt: der Akku darf maximal auf 14,5V geladen werden und sollte nicht unter 11,9V entladen werden. Darauf muss ich achten. Drum schreibe ich es sicherheitshalber hier in den Blog, dann kann ich immer nachlesen
Das Zelt Also begab ich mich in einem ersten Schritt auf die Suche nach einem Zelt. Nach einer längeren Recherche unter Berücksichtigung unserer Erfahrungen mit unserem Tunnelzelt hätte ich dann das perfekte Zelt gefunden:
Das alles auch noch mit einem annehmbaren Gewicht von unter 3kg. Denn jedes Gramm zählt, wenn man alles selber schleppen muss. Irgendwie widerstrebte es mir dann aber doch, zusätzlich zu unserem Tunnelzelt noch ein weiteres Zelt anzuschaffen. Ressourcenschonung war das Stichwort. Also entschloss ich mich, das Zelt meiner Schwester auszuborgen; ein Kuppelzelt. Allerdings fehlt bei diesem Zelt ein Footprint, das auch in die Apsiden reicht. Das Originalfootprint passt nur unter das Innenzelt. Wir haben aber festgestellt, dass es sehr angenehm ist, wenn die Packtaschen in den Apsiden nicht direkt am Boden stehen, vor allem wenn es nass ist. Also musste eine Eigenproduktion her. Ich habe einen Zeltbodenstoff bestellt und in einer Gemeinschaftsaktion wurde ein neues Footprint, das auch in die Apsiden reicht, für das Zelt konstruiert und genäht. Mit diesem Projekt habe ich ein Wochenende lang alle beschäftigt. Mein Schwager hat mit mir die Konstruktion übernommen, Martin die Übertragung auf den Stoff und meine Schwester half mir beim Zusammennähen mittels Kappnaht. Das Ergebnis kann sich jedenfalls sehen lassen. Wir warten alle gespannt auf den Praxistest! Die Routenplanung Ich glaube, dass ich nach meiner ausführlichen Recherche nun die umfangreichste Sammlung von Hot Pots in Island besitze, die nun in meiner Navigationsapp darauf warten, dass sie angesteuert werden. Diese warmen Quellen werden mir hoffentlich viele entspannende und wärmende Momente bescheren. Für eine erfrorene Person, wie ich es bin, sind diese heißen Quellen jedenfalls von Vorteil. Neben den heißen Quellen habe ich auch gleich noch die verfügbaren Supermärkte in den entlegensten Winkeln der Insel eingezeichnet. Island ist nur sehr spärlich besiedelt und da ist es vor allem vor längeren unbesiedelten Abschnitten sinnvoll zu wissen, wann die Essensvorräte aufgestockt werden müssen. Vor allem dann, wenn es ins Hochland geht, wo es fast nichts gibt. Und dann habe ich gleich auch noch recherchiert, wo es Reinigungsbenzin für unseren Benzinkocher zu kaufen gibt. Es zahlt sich auch hier aus, im Vorfeld zu recherchieren. Jedes Land hat hier seine eigenen Vorlieben. Manchmal bekommt man Reinigungsbenzin in jedem Supermarkt und manchmal kann es extrem schwierig sein, so etwas aufzutreiben. Wir haben zwar einen Multifuel-Kocher, aber ich würde es mir gerne ersparen, mit normalem Autobenzin oder Petroleum zu kochen. Die Packspiele Die Kurzarmradlshirts bleiben jedenfalls daheim. Auf unserer 23° Nordwärtstour habe ich ein Kurzarmshirt zum Radln, glaube ich, ein einziges Mal angehabt. Der Fokus liegt bei dieser Tour in jedem Fall auf warmer Kleidung. Das Schlimmste für mich ist zu frieren; und ich bin leider ein erfrorener Mensch. Wie „praktisch“, dass es mich dann immer nach Norden zieht. Naja, man muss eben Prioritäten setzen. Und da wir diesmal mit dem Flugzeug anreisen werden, müssen wir auch unsere Fahrräder verpacken. Die Transportkartons dafür stehen schon bereit. Die Packspiele haben jedenfalls wieder begonnen und werden mit dem Verpacken der Fahrräder auf ein neues Niveau gehoben. Dazu dann mehr beim nächsten Mal. Wir freuen uns jedenfalls, wieder mit euch auf Radreise zu gehen. Kommt mit, bleibt dran und beradelt mit uns Island.
Gesamtkilometerstand: noch 0 km
|



.MP4_snapshot_02.50.000.jpg)

.MP4_snapshot_02.56.720.jpg)









