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| 21.08.2021, Katrin & Martin |
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21.8.2021 Am Morgen war es auch schon deutlich kälter in dieser Höhe (ca. 1300 m Seehöhe) und dementsprechend entschieden wir uns für eine wärmere Radlmontur. In Windeseile packten wir alles zusammen. Sehr zu unserer Freude hatte es gestern Abend noch für kurze Zeit geregnet. Gerade so viel, dass das Zelt so richtig schön nass zum Zusammenpacken war. Gefrühstückt wurde im Eiltempo und um 6:30 schwangen wir uns auf unsere Radln. Wir strampelten vom Campingplatz in das Zentrum von Heiligenblut hinauf. Hier schienen die meisten noch zu schlafen, aber es roch bereits nach frisch Gebackenem als wir auf die Großglockner Hochalpenstraße einbogen.Von nun an geht es stramm bergauf. Bis zur Mautstation hatten wir immerhin schon 5 km angesammelt und die Sonne war auch bereits über die Berge gekrochen. Mit 4 km/h kroch ich die immer wieder einmal bis zu 12% steile Glocknerstraße hinauf. Die Landschaftsperspektive änderte sich stetig. Fotos zu machen war nur möglich, wenn wir einen der zahlreichen Rastplätze anpeilten. Sonst waren wir zu sehr damit beschäftigt bei der niedrigen Geschwindigkeit unsere Räder mit dem ganzen Gepäck auf Kurs zu halten. Je höher wir kamen und je später es wurde, desto mehr Autos und Motorräder rollten uns entgegen oder überholten uns. Auch ein paar sportlich motivierte wie wir radelten leichtfüßig mit ihren Rennrädern an uns vorbei. E-Biker sahen wir in unsere Richtung nur zwei. Mit einigen Müsliriegel- und Getränkepausen erreichten wir das Hochtor, den höchsten Punkt des Passes, auf 2500 m um 11:00 Uhr. Wir wussten, dass es nun durch 2 Tunnels vorerst bergab ging. Das Windwesterl wurde übergeworfen und unsere Fahrradbeleuchtung kam auch endlich zum Einsatz. Die Bergabfahrt war nur von kurzer Dauer bei der wir im Vorbeifahren die Landesgrenze nach Salzburg überrradelten. Ein nochmaliger Anstieg von 2km auf das Fuscher Törl war noch zu bewältigen, das wussten wir. Nach den "paar" Höhenmetern die man schon in den Beinen hat ist der Anblick der Straßenrampen nicht unbedingt eine Erleichterung. Da hilft es nur, den Blick auf den Asphalt zu richten und einfach zu strampeln bis man oben ankommt. Wir schaffen natürlich auch das und gegen 12:00 durften unsere Räder dann ca. 25 km bergab rollen. Für mich bedeutete das höchste Konzentration. Einerseits auf die Straßenführung und andererseits auf den Gegenverkehr, der doch hin und wieder abenteuerliche Überholmanöver auf Lager hatte. Auch viele Radbegeisterte kamen uns entgegen. In Windeseile hat man die mühsam erklommenen Höhenmeter wieder vernichtet. In Fusch angekommen entschieden wir noch bis nach Bruck weiter zu rollen. Der Campingplatz war zwar ausgebucht aber man fand für unser Zelt noch ein kleines Plätzchen. Wir kühlten uns im Badeteich ab und freuten uns auf unsere Schlafsäcke. Das Fazit: mit Gepäck ist die Großglockner Hochalpenstraße eine zache Angelegenheit. Ich bin stolz, dass ich es geschafft habe, wenn auch in einer Zeitspanne die fünf Mal so lange ist wie die von den Profis. Kilometerstand: 662km
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