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Nach fast 2 Jahren steht endlich wieder eine mehrtägige Radltour an. Von Wien geht es auf südlicher Route nach Innervillgraten in Osttirol. Im Vergleich zu unserer 23°Nordwärts-Tour fällt diese Tour wohl eher in die Rubrik „Einrollen“. Laut Routenplanung sind es 456km.
Dass es sich hierbei nur um eine eher kurze Tour handelt, fällt uns bei den Vorbereitungen nicht wirklich auf. Unser ganzes Material aus 2019 wird wieder hervorgeholt. Packtaschen, Zelt, Kocher, Solaranlage, und sogar die Daunenjacke werden rausgekramt. Aufgestockt wird beim Fotoequipment. Wir nehmen noch eine zweite, alte GoPro mit, damit nicht immer die gleiche Person auf den Videos zu sehen ist. Und Julia nimmt diesmal ihr eigenes Zelt mit. Auch bei der Tour wird ganz coronakonform auf die Zuteilung unterschiedlicher Haushalte zu den Wohneinheiten geachtet. Bei dem Zelt von Julia handelt es sich um eine Neuanschaffung, und wir sind schon ganz gespannt, wie es sich als Leichtvariante schlägt. Hier wird es am Ende ein erstes Testfazit geben. Was wir diesmal allerdings zu Hause lassen ist das Wasserfiltersystem. Wir gehen davon aus, dass wir jeden Tag Zugang zu Trinkwasser haben oder zumindest bei einem Supermarkt oder Ähnlichem vorbeikommen. Ob der Kocher mitkommt oder nicht, da waren wir uns nicht ganz einig. Martin war der Meinung wir verpflegen uns eine Woche einfach kalt. Das fanden Julia und ich aber gar nicht toll, denn die Bialetti muss für einen Frühstückskaffee auf jeden Fall mit und nachdem wir uns einen neuen Kocher zugelegt haben, gehört der auch entsprechend eingeweiht und getestet. Was ist denn Zelten ohne Kocher?
Der Kaffee ist jedenfalls frisch gerieben

Nachdem also die Frage nach der Art der Verpflegung geklärt war, wurde auch das ganze Technikequipment zusammengesucht. Powerbanks für genug Strom unterwegs, Aufladekabel für die Akkus,….Die Solaranlage wurde einem ersten Test auf Funktionstüchtigkeit nach 2 Jahren Pause unterzogen und Akkus, Powerbanks, Stirnlampen und Radbeleuchtungen wurden aufgeladen.

Unsere Mountainbikes wurden wieder tourentauglich gemacht. Die Gepäckträger wurden montiert und die Reifen die greifen durch Asphaltschlurfen ersetzt. Offroad Ausflüge ins Gelände werden eher nicht am Programm stehen. Obwohl….. da auch Julia wieder mit von der Partie ist, kann man nie wissen was die 2 Offroadjunkies so aushecken werden. Aber da wir einen gewissen Zeitdruck haben und spätestens am 15.8. in Innervillgraten sein sollen, scheint das aus heutiger Sicht eher doch eine Tour ohne Søppelweg zu werden.
Was unsere Radpacksysteme betrifft, bleiben wir 3 jedenfalls bei unseren bewährten Systemen:
Katrin setzt mit ihrem Hardtail auf das Komfortsystem, Julia ist mit ihrem Fully und ihrer Bikepaking-Variante unterwegs und Martin geht mit seinem Fully und Modulsystem auf Tour.

Und damit sind auch wieder die üblichen Packspiele eröffnet. Immerhin haben wir diesmal den Vorteil, dass wir schon wissen was wir in welche Tasche packen. Die Ortlieb Lenkertasche zu montieren, ist noch immer ein unglaublich Fummelei. Und es bestätigt sich, dass sie für kleine Rahmengrößen noch immer nicht geeignet ist.Wesentlich weniger Zeugs haben wir diesmal zwar auch nicht mit, habe ich zumindest das Gefühl. Aber immerhin habe ich einen viel dünneren Schlafsack mit – ich hoffe ja doch, dass ich meinen bis -10°C diesmal nicht brauchen werde. Und auch das Gewand besteht tendenziell aus mehr Sommer- als Wintertauglichem. Insofern hoffe ich doch, dass ich mehr Platz in den Packtaschen haben werde. Wir werden sehen
Jedenfalls freuen wir uns, dass wir wieder losradln können!
Nach der üblichen Kramschtlerei vor der Abfahrt geht es am Samstag um 9.30Uhr los. Nach ein paar Fotostops in der Wiener-Gürtel-Idylle und im Beserlpark
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gehts über den Wienerberg in den Süden.

Entlang des Thermenradwegs Euro Velo 9 brennt uns die Sonne auf die Birne - das ist für uns etwas ganz Neues - und der Wind bläst uns ins Gesicht.

Bei zunehmenden Süd-Ost-Wind stromauf des Wiener Neustädter-Kanals erreichen wir nach 55kmWiener Neustadt. In Bad Fischau winkt uns ein Hinweisschild zum nächsten Eis entgegen. Da konnten wir nicht daran vorbeifahren. Außerdem war es Zeit füt ein Spät-Mittagessen.Nachdem die Energiespeicher augefüllt waren ging es nur noch ein paar Kilometer weiter nach Weikersdorf. Hier hatten wir Glück und durften auf dem Grundstück von netten Freunden das erste Mal unsere Zelte mit freiem Blick auf die Alpen aufschlagen.

Gute Nacht!
Kilometerstand: 68km
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